Elbschifffahrtstag

Freitag, Mai 27, 2016 - 10:45
Elbschifffahrtstag 2016 in Hamburg

Hamburg, 27. Mai 2016 – Der Elbe Allianz e.V. hat die Bundesregierung aufgefordert, die Beratungen zum „Gesamtkonzept Elbe“ in diesem Jahr abzuschließen und für eine auskömmliche Finanzierung sowie zügige Umsetzung nachhaltiger Unterhaltungsmaßnahmen Sorge zu tragen. Im „Gesamtkonzept Elbe“ sollen die verkehrliche Nutzung der Mittel- und Oberelbe sowie die wasserwirtschaftlichen Anforderungen mit der Erhaltung des Naturraums Elbe in Einklang gebracht werden. „Insbesondere mit Blick auf die letzten beiden Jahre, welche durch extremes Niedrigwasser geprägt waren, ist dies auch dringend notwendig. Die unzureichenden Unterhaltungsmaßnahmen der letzten Jahrzehnte haben diese schwierige Situation für die Schifffahrt weiter verschärft“, so Stefan Kunze, Vorsitzender des Elbe Allianz e.V., vor mehr als 100 Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in der Handelskammer Hamburg. Eine konsensuale Lösung zwischen Wirtschaft und Umwelt könnte darin liegen, zunächst die Beweggründe beider Seiten zu akzeptieren, so Kunze weiter. Der Wirtschaft gehe es um die Verbesserung der Schiffbarkeit bei Niedrigwasser, den Umweltverbänden um die Bekämpfung der Sohlerosion bei Mittelwasser. Die Diskussionen im Beratergremium des Gesamtkonzeptes Elbe würden diese beiden Themen in den kommenden Monaten in den Fokus nehmen.

Im Rahmen des Elbschifffahrtstages wurde zudem die Bedeutung des Elbstromgebiets mit seinen Kanälen hervorgehoben und der Systemcharakter der Wasserwege für den Transport von Waren unterstrichen. Ganz in diesem Sinne wurde auch die gegenseitige Mitgliedschaft zwischen dem „Bündnis für den Elbe-Seitenkanal e.V.“ und dem Elbe Allianz e.V. gekannt gegeben. „Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit und den Austausch. Der Elbschifffahrtstag 2016 hat eindeutig gezeigt, dass sowohl die Mittel- und Oberelbe als auch die Kanäle von enormer Bedeutung für die Region sind“, so Martin Exner, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg und Leiter des Bereiches Standortpolitik. Der Elbe-Seiten-Kanal spielt seine Vorteile in der ganzjährigen Nutzbarkeit als Ladungsbringer für den Hamburger Hafen aus, wogegen die Elbe dreilagige Containerverkehr und vor allem Projektladung gut ermöglicht. Die erfreuliche Einordnung des Ersatzbaus der Schleuse Scharnebeck im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030 belegt, welches Potenzial der Kanal gerade nach Beseitigung des Flaschenhalses der alten Schleuse hat.

Organisatoren des Elbschifffahrtstages sind die Elbe Allianz e.V. in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg und weiteren elf Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung. Die Elbschifffahrtstage finden seit den 1930er Jahren im zweijährigen Rhythmus in verschiedenen Städten entlang der Elbe statt. Die Elbe Allianz e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 100 Unternehmen aus der verladenden Wirtschaft und der Verkehrswirtschaft, Landes- und Kommunalbehörden sowie regionalen Industrie- und Handelskammern beiderseits der Elbe einschließlich der Tschechischen Republik.

Dienstag, September 16, 2014 - 13:00
Elbschifffahrtstag 2014 in Magdeburg

Konzept zum Unterhalt der Mittel- und Oberelbe zügig umsetzen
Elbschifffahrtstag 2014 sieht enormes Potenzial des Flusses für die Binnenschifffahrt

Magdeburg, 16. September 2014 – Vertreter aus Wirtschaft und Politik haben beim Elbschifffahrtstag 2014 in Magdeburg die Bundesregierung aufgefordert, ein Konzept für den Unterhalt der Mittel- und Oberelbe zu erarbeiten, das umweltverträglich und kosteneffizient ist und die zugesicherte Fahrrinnentiefe langfristig garantiert. „Ebenso müssen beim Gesamtkonzept der Bundesregierung die Elbe, ihre schiffbaren Nebenflüsse und die angrenzenden Kanäle (Elbe-Seiten-Kanal und Elbe-Lübeck-Kanal) als kommunizierendes Binnenwasserstraßennetz und nicht voneinander losgelöst betrachtet werden. Jede dieser Binnenwasserstraßen hat in der Einzelbetrachtung ihre eigenen Vor- und Nachteile und kann nicht durch eine andere Wasserstraße substituiert werden“, betonte Peter Plewa, Vorstandsvorsitzender der Elbe Allianz e.V. und Geschäftsführer der
POLZUG Intermodal GmbH. Damit spricht sich der Elbschifffahrtstag 2014 gegen die Forderung „entweder Ausbau des Elbe-Seitenkanals, oder der Elbe“ aus. Diese Strategie sei nicht zielführend so Plewa.

Seit 2012 ist die Elbe im „Core-Network“ der europäischen TEN-T-Leitlinien verankert und damit von europäischer Bedeutung. Dennoch werden die Interessen der tschechischen Elbanrainer bislang nicht im Erarbeitungsprozess des Gesamtkonzeptes Elbe berücksichtigt. „Die Elbe sichert Tschechien den wasserseitigen Zugang zu den Weltmärkten und ist deshalb für die Tschechische Republik von enormer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund sollten im Rahmen des Gesamtkonzepts Elbe auch die tschechischen Anforderungen an die Elbe berücksichtigt werden. Ein rein bundesdeutsches Unterhaltungskonzept erscheint hier nicht sinnvoll“, appellierte Karel Dobeš, stellvertretender Verkehrsminister der Tschechischen Republik, an die 140 Teilnehmer aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik.

Beim Elbschifffahrtstag wurde auch über die Chancen der Binnenschifffahrt auf der Elbe und ihrer Kanäle diskutiert. „Mit dem aktuellen Modal-Split kann das zukünftige Transportaufkommen kaum bewältigt werden. Vor allem im Bereich Massengut und Projektladung bietet die Elbe enorme Potenziale. Insbesondere im Zu- und Ablaufverkehr von und nach Hamburg eignet sich die Binnenwasserstraße besonders gut für Schwerguttransporte“, verdeutlicht Ralf Maehmel, Geschäftsführer der Imperial Baris GmbH, Standort Berlin. „Die Vorteile der Binnenschifffahrt liegen für uns vor allem in der hohen Transportkapazität und der Umweltfreundlichkeit. Darüber hinaus sind für den Transport von besonders großer und schwerer Ladung wegen der Lichtraumprofile häufig weder Straße noch Schiene eine Alternative. Um unsere Aktivitäten in diesem Marktsegment zu verstärken, erweitern wir unser Angebot seit dem 1. September 2014 mit der Einführung von Liniendiensten, auf der Elbe der „Elbe-Shuttle-Service“ zwischen Melnik und Hamburg und über das Kanalsystem die „Rhein-Hamburg-Linie“ zwischen Krefeld und Hamburg“, erläutert Maehmel weiter.

Organisatoren des Elbschifffahrtstages waren die Elbe Allianz e.V. (Geschäftsstelle: Handelskammer Hamburg) in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, der Magdeburger Hafen GmbH und der Kammerunion Elbe/Oder. Die Elbschifffahrtstage finden seit den 1930er Jahren im zweijährigen Rhythmus in verschiedenen Städten entlang der Elbe statt. Im Rahmen der Veranstaltung werden aktuelle Themen zur Entwicklung der Elbschifffahrt unter Beteiligung von Vertretern aus Wirtschaft und Politik diskutiert.
 

Donnerstag, September 27, 2012 - 13:00
Elbschifffahrtstag 2012 in Dessau-Roßlau

Die etwa 1.100 km lange Elbe mit ihren Nebenflüssen und Seitenkanälen bietet günstige Verbindungen für den Güterverkehr zwischen den wachsenden Märkten Mittel- und Osteuropas und dem Hamburger Hafen. Da das künftige Transportaufkommen mit dem aktuellen Modal Split kaum bewältigt werden kann, gewinnen die großen freien Kapazitäten der Wasserstraßen im Elbstromgebiet künftig weiter an Bedeutung für die außenhandelsorientierte Wirtschaft in Deutschland und der Tschechischen Republik.

Auf dem diesjährigen Elbschifffahrtstag in Dessau-Roßlau wurden die aktuellen und zukünftigen Rahmenbedingungen der Elbeschifffahrtspolitik im Kontext des von der Bundesregierung geplanten "Gesamtkonzeptes für die Elbe" sowie der vorgesehenen WSV-Reform diskutiert. Darüber hinaus haben Vertreter von Unternehmen strategische Möglichkeiten und notwendige Voraussetzungen für die Binnenschifffahrt auf der Elbe insbesondere für Großraum- und Schwertransporte sowie für Massengutverkehre thematisiert.