Oder Konferenz Breslau

Regionale Vertreter diskutierten in Breslau auf der Konferenz zur Zukunft der Oder

Staatssekretärin Moskwa (6. von links), Verkehrsminister Webel (7. von links), Staatssekretärin Jesse (5. von links) sowie Vertreter der KEO sind sich über notwendige Kooperationen an der Oder einig.

Seit mehr als 17 Jahren setzt sich die Kammerunion Elbe/Oder (KEO) für die infrastrukturelle Entwicklung im Einzugsgebiet der beiden größten mitteleuropäischen Flüsse Elbe und Oder ein.

Eine gut funktionierende Verkehrsinfrastruktur ist für die wirtschaftliche Stabilität und Entwicklung unabdingbar. Traditionell waren Elbe und Oder vor der politischen Wende 1989 aktiv ins Verkehrsnetz eingebunden. Seitdem ist ihre Bedeutung für die verkehrliche Nutzung rückläufig. Um das in diesem großen Wirtschaftsraum weitestgehend gut entwickelte Straßennetz zukünftig zu entlasten, engagiert sich die KEO für eine Nutzung der beiden Verkehrsträger Schiene und Binnenschifffahrt. Insbesondere die Binnenschifffahrt auf Elbe und Oder kann alternative Lösungen für Logistikketten und intermodalen Transport bieten. Dazu müssen beide Flüsse für entsprechende Anforderungen ertüchtigt werden.

Seit seiner Gründung im Jahr 2015 erarbeitet das polnische Ministerium für maritime Wirtschaft und Binnenschifffahrt Pläne zur Stärkung der Binnenschifffahrt in Polen, vor allem auf der Oder. In der Diskussion mit der Wirtschaft ist die KEO ein wichtiger Partner, denn sie bündelt die verkehrswirtschaftlichen Interessen aller drei Oder-Anrainerstaaten, Tschechische Republik, Polen und Deutschland.

Um die grenzüberschreitende Diskussion der Entwicklungspläne zu unterstützen, haben beide Organisationen zusammen mit dem Wojewodschaftsamt Niederschlesien, dem Binnenschifffahrtsamt Breslau und der Technischen Universität Breslau eine internationale Konferenz am 16. November 2017 in Breslau durchgeführt, die unter der Schirmherrschaft des polnischen Ministeriums stand.

Thomas Webel (Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt), Ines Jesse (Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg) und Anna Moskwa (Staatssekretärin im Ministerium für maritime Wirtschaft und Binnenschifffahrt der Republik Polen) diskutierten über zukünftige Pläne an der Oder und Beispielen von der Elbe. Auf dem Podium vertreten waren außerdem Paweł Hreniak (Wojewode der Wojewodschaft Niederschlesien), Adrian Czubak (Wojewode der Wojewodschaft Oppeln), Petr Forman (Berater des Präsidenten der Tschechischen Republik) und Marta Wroblowska (Direktorin der Kreisverwaltung des Mährisch-Schlesischen Kreises).

 

Die politische Diskussionsrunde, unter anderem mit Thomas Webel (3. von links), Ines Jesse (2. von links) diskutierten über zukünftige Pläne an der Oder und Beispielen von der Elbe. Auf dem Podium vertreten waren außerdem Adrian Czubak (4. von links), Petr Forman (6. von links) und Marta Wroblowska (rechts).

Im Rahmen der Veranstaltung wurde eine Erklärung zur Oder unterschrieben. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der grenzüberschreitende Dialog fortgesetzt werden muss.

 

Quelle: www.kammerunion.eu