KEO Exkursion zum Kanal Seine-Schelde

Exkursion zum Kanal Seine-Schelde als Beispiel für innovativen Wasserstraßenbau

Kanal Seine-Schelde bei Kortrijk (Foto: IHK Magdeburg)

Besichtigung der Baustelle Schleuse Kortrijk (Foto: IHK Magdeburg)

v.l.n.r: Thomas Webel (Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt), Chris Danckaerts (Geschäftsführer De Vlaamse Waterwegen), Wolfgang März (Hauptgeschäftsführer IHK Magdeburg) und Jan Pyś (Direktor Binnenschifffahrtsamt Wrocław)

Kanal Seine-Schelde als Beispiel für grenzüberschreitende Wasserstraßen in Mitteleuropa

Die Binnenschifffahrt als umweltfreundlichster Verkehrsträger wird in der Öffentlichkeit und bei den Unternehmen noch immer zu wenig wahrgenommen.

In ihrem Weißbuch zum Verkehr hat sich die Europäische Union zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2030 um bis zu 20% gegenüber 2008 zu senken. Die Binnenschifffahrt bietet Möglichkeiten und Potenziale für umweltgerechte Lösungen multimodaler, integrierter und vernetzter Verkehrsströme.

Deshalb müssen Voraussetzungen für spezifische Infrastrukturen im mittel-europäischen Elbe- und Odergebiet geschaffen werden.

Ein gutes Beispiel für eine funktionierende Binnenschifffahrt und deren Einbindung in die Transportkette ist die Kanalverbindung Seine-Schelde als grenzüberschreitendes Projekt zwischen Frankreich, Belgien und den Niederlanden.

Um die Idee der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der Infrastruktur-gestaltung zu befördern, haben das Generalsekretariat der Kammerunion Elbe/Oder, das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, das Binnenschifffahrtsamt in Breslau (PL) und die Elbe Allianz eine Fachexkursion für Binnenschifffahrtsexperten aus Polen, der Tschechischen Republik und Deutschland am 15. März durchgeführt. Die Delegation wurde von Chris Danckaerts, Geschäftsführer von den Flämischen Wasserwegen (De Vlaamse Waterwegen), empfangen. Nach einem fachlichen Vortrag wurde die Umsetzung der Bauvorhaben in der Praxis an drei verschiedenen Standorten gezeigt.

„Der Kanal Seine-Schelde ist ein sehr gutes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit aller Akteure, angefangen bei den Verkehrsplanern bis hin zu den unterschiedlichen Interessensvertretern. Dieser Kanal ist für den mitteldeutschen und mitteleuropäischen Raum ein wichtiger Impulsgeber für die räumliche und städtische Entwicklung.“, bedankt sich Wolfgang März, Generalsekretär der Kammerunion Elbe/Oder bei Chris Danckaerts.

Autoren: Sven Erichson/Martin Dittmer (IHK Magdeburg)