Fachkonferenz Binnenschifffahrt Brüssel - März 2017

Fachkonferenz zur Binnenschifffahrt auf mitteleuropäischen Wasserstraßen in Brüssel

Thomas Webel, Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, eröffnet die Konferenz und stellt klar, dass umweltgerechte und integrierte Lösungen für eine effiziente Verkehrsgestaltung gefunden werden müssen. Die Binnenschifffahrt biete dafür Potenziale, die im Raum Elbe/Oder nicht ausgeschöpft werden.  Foto: IHK Magdeburg

v.l.n.r Jerzy Materna (Staatssekretär für Meereswirtschaft und Binnenschifffahrt der Republik Polen), Lubomír Fojtů (Direktor der Wasserstraßendirektion der Tschechischen Republik), Thomas Webel (Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt), Mathieu Grosch (Koordinator des TEN-T Orient-East Med Korridors, Europäische Kommission);  Foto: IHK Magdeburg

 

Am 16. März fand in der Landesvertretung des Landes Sachsen-Anhalt bei der EU eine hochrangig besetzte Fachkonferenz zur Binnenschifffahrt auf den mitteleuropäischen Wasserwegen statt. Diese wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, der Europäischen Kommission, dem Generalsekretariat der Kammerunion Elbe/Oder und der Elbe Allianz organisiert.

Zu Beginn der Konferenz betonte Boguslaw Liberadzki, Vizepräsident des Europäischen Parlaments, in seiner Videobotschaft die Bedeutung der Oder als Transportweg in Westpolen.

Mathieu Grosch, Koordinator des TEN-T Orient-East Med Korridors, hob die Notwendigkeit des Lückenschlusses in der Verkehrsinfrastruktur der Binnenschifffahrt in Mitteleuropa hervor. Dazu zeigte er verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten auf. Als Koordinator eines TEN-T Korridors unterstützt er die Binnenschifffahrt. Die Kammerunion Elbe/Oder bietet eine gelungene Plattform, um die Zukunft der Binnenwasserstraßen Elbe und Oder konstruktiv in einer neuen Dimension für Polen, die Tschechische Republik und Deutschland zu diskutieren. Beide Flüsse seien eine Bereicherung für europäische multimodale Verkehrslösungen.

Nikolaus von Peter, Mitglied des Kabinetts von Violeta Bulc, EU-Kommissarin für Verkehr, unterstrich, dass die Binnenschifffahrt als umweltfreundlichster Verkehrsträger in der Verkehrsgestaltung der EU eine wichtige Rolle spielt. 2017 sollte für eine breite Diskussion dieses Verkehrsträgers als Teil der Transportkette genutzt werden, denn 2018 wird die Multimodalität des Verkehrs auf die EU-Agenda gesetzt. In diesem Zusammenhang spiele auch die Digitalisierung der Verkehre und der Datenaustausch eine immer wichtigere Rolle.

Der Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen Anhalt, Thomas Webel, begrüßte in seinem Beitrag die Verabschiedung des Gesamtkonzeptes Elbe durch die verantwortlichen Ministerien der Bundesrepublik Deutschland und der anliegenden Bundesländer. Damit sei nach langen Jahren die Voraussetzung für die Schaffung verlässlicher Schifffahrtsverhältnisse auf der Elbe geschafften, mit denen dieser europäische Strom seiner Rolle im Wasserstraßensystem gerecht wird. Für die Wirtschaftsunternehmen der Elbstromregion verbessert sich damit die Wettbewerbsfähigkeit bzw. werden Standorte , inbesondere für Anlagenproduzenten, gesichert.

Autoren: Sven Erichson/Martin Dittmer (IHK Magdeburg); Stefan Kunze (EA)